06.11.2011

Wilhelm Schröder in "DER AKTIONÄR"

In seiner Serie "Tipps von den Experten - was die Profis jetzt kaufen" fragte DER AKTIONÄR regelmäßig Börsenfachleute nach ihren persönlichen Favoriten. In seiner neuen Reihe "Die Prognosen der Profis" geht DER AKTIONÄR noch weiter: Wie entwickelt sich die Börse? Welche Risiken gibt es? Wo locken Chancen?

Wilhelm Schröder, NESTOR Australien

Wilhelm Schröder, NESTOR Australien

Wilhelm Schröder, Fondsberater des Nestor Australien, hält die Situation der Staatsfinanzen der entwickelten Staaten weiterhin für prekär. "Das Deleveraging der Banken wird der stotternden europäischen Volkswirtschaft einen soliden Wachtsumskurs weiter erschweren", sagt der Stratege. "Kurzfristig könnten die Finanzmärkte aber in etwas ruhigeres Fahrwasser übergehen." Schröder erwartet für die kommenden Monate höchstens eine Seitwärtsbewegung an den Märkten.

Chancen im Blick

Gute Chancen sieht Schröder nach wie vor bei Gold. "Gold wird als Alternativwährung auf Jahre hinaus ein Thema bleiben, weshalb ich einen  nachhaltigen Fall des Goldpreises für unwahrscheinlich halte", sagt er. "Das eröffnet Kaufchanchen für Value-Investoren. Die massiven Kosten-Anstiege der Goldproduzenten werden sich zudem abflachen."

Achtung, Risiken!

Die Finger lässt Schröder von Finanzaktien. "Aufgrund der prekären Situation an den Welt-Finanzmärkten und der zu erwartenden Rekapitalisierung der Banken halte ich den Sektor für unattraktiv - trotz historisch scheinbar niedriger Bewertungen. In einer stagnierenden Wirtschaft in den entwickelten Staaten sowie starkem regulatorischen und politischen Druck kann dieses Segment kaum nachhaltig steigen."