NE-Pressespiegel NESTOR-China

NESTOR China - Quartalsbericht 1/2019

NESTOR China Fonds stieg im ersten Quartal um +14% und blieb damit hinter den sich erholenden chinesischen Märkten zurück

Marktrückblick

Der Referenzindex MSCI China stieg im ersten Quartal des Kalenderjahres in Euro um +20,9%.

Der Fortschritt in den Handelsbeziehungen zwischen China und den USA ist nach wie vor der wichtigste Schrittmacher für die globale Marktstimmung, und es fällt auf, dass die Chinesen bei den Importen von anderen Lieferanten zu US-Verkäufern (z. B. bei Sojabohnen) gewechselt haben. Während ein umfassendes Handelsabkommen noch in weiter Ferne liegt, wird das negative Cliff-Szenario von den Märkten nicht mehr ignoriert.

Eine wichtige Entwicklung besteht darin, dass der globale Indexanbieter MSCI weitere Schritte für die Aufnahme chinesischer inländischer Aktien in globale Indizes unternehmen wird, wodurch die chinesischen Aktienmärkte weiter nach oben getrieben wurden.

Performance-Rückblick

Die absolute Performance war stark, hauptsächlich aufgrund vielfältiger Engagements in der privaten Bildung, des Wachstums in der traditionellen chinesischen Medizin, der steigenden Versicherungsdichte und des E Commerce. Der Fonds blieb hinter dem MSCI China Index zurück. Dies ist zum Teil auf die extreme Übergewichtung von Technologietiteln im MSCI-Index zurückzuführen, in dem Tencent und Alibaba mit 15,0% bzw. 13,5% vertreten sind. Da OGAW-Fonds für eine einzelne Position auf 10% begrenzt sind, ist es sehr schwierig, den Index abzubilden, wenn die Marktentwicklung von diesen Unternehmen angeführt wird. Dies geschieht typischerweise in einer starken Beta-Rallye, wie in diesem Quartal. Der Fonds erlebte ein ähnliches Szenario in der zweiten Jahreshälfte 2017 unmittelbar nach dem Managementwechsel, war aber in den darauffolgenden Quartalen erfolgreich.

Ausblick und Strategie

Die Zahl der in Hongkong notierten Unternehmen, die die Prüfer gewechselt haben, hat sich im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt, was darauf hindeutet, dass die schwächere Wirtschaft des Jahres 2018 einige der aggressiveren Rechnungslegungsentscheidungen aufdeckt. Wir haben in unserem Portfolio bisher größere Schäden, die durch Buchhaltungsbetrug entstehen könnten, vermieden und die Bedeutung der Fundamental-Analyse unterstrichen.

In der schlimmsten Phase der Krise von Ende 2018 blieben wir konstruktiv und strichen heraus, wie extreme Bewertungen zu einer Chance führen könnten und dass weder die überschwängliche noch die extrem pessimistische Beschreibung Chinas, seiner Wirtschaft, des Immobilienmarkts und seiner Bank die Nuancen erfassen kann.

In diesem Monat hat der IWF seine Prognosen für China in seinem neuen Weltwirtschaftsausblick nach oben korrigiert. Wir freuen uns, dass auch der stark in Mitleidenschaft gezogene Immobilienmarkt Anzeichen für Wachstum aufweist. Der Verkauf von Baggern war im März doppelt so hoch wie vor zwei Jahren, ein Zeichen für Wachstum in der Bauindustrie.

Die jüngsten Verbesserungen bei den chinesischen Produktionsdaten (z. B. die Caixin-Umfrage) könnten tatsächlich die Auswirkungen einer akkommodierenden Politik darstellen, sie könnten jedoch aufgrund des chinesischen Neujahrs im Februar auch ein verzögerter Effekt sein. Die Daten im zweiten Quartal werden daher interessant sein.