NE-Pressespiegel NESTOR-Osteuropa

NESTOR Osteuropa- Quartalsbericht 2/2019

Rückblick auf das zweite Quartal 2019

Manchmal wiederholt sich die Geschichte eben doch. Nach der hervorragenden Performance im ersten Quartal schossen die mitteleuropäischen Märkte auch im zweiten Quartal 2019 nach oben. NESTOR Osteuropa legte (in EUR gerechnet) um 8,78 % zu, sodass der Fonds im ersten Halbjahr 2019 denjenigen Anlegern, die auf eine mitteleuropäische Aufholjagd setzten, eine höchst erfreuliche Performance von 21,28 % bescherte. Im vorangegangenen Quartal bestanden noch viele Unsicherheiten, welche aber von den regionalen zentraleuropäischen Märkten – insbesondere von Russland – ignoriert wurden. Viele Nachrichten, die die Weltmärkte belasteten – vom Handelskrieg zwischen den USA und China über die Sanktionen gegen chinesische Unternehmen bis zu sinkenden Rohstoffpreisen –, konnten die gute Stimmung auf den mitteleuropäischen Märkten nicht trüben.

Am besten entwickelte sich der russische Aktienmarkt. Der RTSI-Index stieg in EUR gerechnet um 13,8 %. Der Shooting-Star war die Aktie von Gazprom, die aufgrund der Erhöhung der Dividendenausschüttungsquote sowie der Reformbestrebungen bzgl. der Corporate Governance einen Kursanstieg von 60 % innerhalb eines Quartals verzeichnete. Die Aktien  von Novatek, X5, Federal Grid, InterRao und anderen Stromversorgern verbuchten ebenfalls ein grandioses Quartal. Die Schlusslichter waren Lukoil, Alrosa und Lenta.

In Polen, Tschechien und Ungarn entwickelten sich die Aktienmärkte schlechter als in Russland. Dieses Phänomen war ebenfalls bereits im ersten Quartal des Jahres zu beobachten. In EUR gerechnet legte der polnische Aktienmarkt nur um 2,1 % zu, während der ungarische und der tschechische Markt sogar um 3,79 % bzw. 1,61 % nachgaben. In diesem Quartal wurden keine wichtigen geschäftlichen oder politischen Nachrichten bekannt.

Die Strategie für das zweite Quartal basierte auf der Entwicklung des Ölpreises. Daher verkauften wir zunächst große russische Ölmarken (Lukoil, Rosneft, Tatneft), um unsere Liquiditätsposition zu erhöhen und auf eine bessere Gelegenheit zu warten, auf niedrigeren Niveaus wieder in den Markt einzusteigen. Im Juni begannen wir langsam damit, Positionen bei den oben genannten Firmen aufzubauen. Nach dem enormen Anstieg des Gazprom-Kurses mussten wir unser Engagement reduzieren, was hauptsächlich der Regelung geschuldet war, dass das Gewicht einer Einzelposition maximal 10 % betragen darf.

Unsere allgemeine strategische Ausrichtung verlagert sich. In den letzten Jahren haben wir Polen stark untergewichtet und Russland übergewichtet. Bis zum Quartalsende haben wir die Differenz zwischen diesen beiden Ländern minimiert. In den kommenden Monaten dürfte NESTOR Osteuropa den russischen Markt untergewichten und auf einen anziehenden polnischen Markt setzen. Angesichts des aktuellen Ölpreises wirkt der russische Markt hoch bewertet. Auf der anderen Seite sollte das starke BIP-Wachstum Polens zu einer höheren Performance des Aktienmarktes des Landes beitragen. Bezüglich sektoralen Wetten bevorzugen wir vor allem russische Stromversorger.

Anlegern winkt bei Investitionen in mitteleuropäische Aktien mittels des NESTOR Osteuropa ein Szenario mit hohem Risiko und hohem Renditepotenzial. Die Region Zentraleuropa profitiert von einer äußerst hohen Dividendenrendite – meist dank russischer Unternehmen –, starkem Kapitalzufluss und überdurchschnittlichem BIP-Wachstum.