NE-Pressespiegel NESTOR-Australien

NESTOR Australien - Quartalsbericht 1/2019

Der NESTOR Australien konnte mit einer Performance von 8,21% dem Index nicht ganz folgen, der um 12,6% höher schloss. Grund hierfür war vor allem, dass der NESTOR Australien Fonds keine Positionen in BHP (+20,6% ), Rio (+33% ) und Fortescue (+ 77% ) hielt, den drei großen Eisenerzproduzenten und Index-Schwergewichten, die massiv von dem tragischen Unglück beim größten Weltproduzenten, der brasilianischen Vale, profitieren konnten.

Insgesamt war das Quartal von einer Erholung der Märkte, folgend auf das desaströse Schlussquartal 2018, geprägt. Mit Ausnahme der Sondersituation im Eisenerzbereich, war die Erholung im spekulativen Bereich der Minen-Entwickler jedoch weiterhin zurückhaltend.

Der NESTOR Australien Fonds stellte Positionen in der Airline Alliance Aviation Services und dem Immobilienentwickler Cedar Woods Properties glatt. Im Bereich der Minenentwickler wurden die Positionen in Black Rock Mining (Graphit) und Highfield Resources glattgestellt. Während Black Rock in steigende Kurse hinein verkauft wurde, wurden Highfield widerstrebend und mit Verlust gegeben. Die spanische Bürokratie verhindert hier seit langer Zeit den Bau einer eigentlich sehr vielversprechenden Mine zur Förderung von Kali.

Mit Elixinol Global verabschiedete sich der Fonds von einer trading-orientierten Position in Australien größtem Distributor von Cannabis-Produkten – die Aktien des Unternehmens erreichten eine nicht vertretbare Bewertung an der Börse.

Zur positiven Performance trugen besonders die Aktien von Telix Pharmaceuticals (+ 32% ), A2 Milk (+35% ) und Graphex Mining (+21% ) bei, während Paringa Mining (-24% ) unter dem verspäteten Beginn des Kohleabbaus litten und das Chemieunternehmen Nufarm (-19% ) von den Auswirkungen der Bayer-Prozesse in den USA in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Insgesamt bleibt die Situation im spekulativen Bereich in Australien schwierig – vor allem der Handelskrieg drückt auf die Stimmung und verhindert, dass Anleger sich dem Rohstoffsektor verstärkt zuwenden. Angebot und Nachfrage sind in der Regel jedoch positiv für die Preisentwicklung, sodass ein Ende – oder zumindest eine Abschwächung – der Handelsauseinandersetzung hier sehr positiv wirken sollten.