NE-Aktuelles NESTOR-Osteuropa

NESTOR Osteuropa - Quartalsbericht 4/2019

Die Anleger des NESTOR Osteuropa-Fonds konnten im letzten Quartal 2019 respektable Renditen erzielen, da das Fondswachstum 8,48 % betrug und das Jahr mit einer positiven Performance von 30,48 % in EUR zu Ende ging.

Der mitteleuropäische Markt übertraf den Großteil der Märkte sowohl in den Industrieländern als auch in den Entwicklungsländern. Der Hauptfaktor für diese gute Performance waren die Aussichten auf ein Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und China, wodurch ein Ende des andauernden Handelskrieges zwischen den beiden Großmächten herbeigeführt werden könnte. Dadurch erreichten die US-Märkte Allzeithochs, und dieses freundliche Investitionsumfeld führte zum Anstieg der lokalen Aktienindizes weltweit.

Der russische Markt ist weiterhin der Markt mit der besten Performance in der Region: Der RTSI Index verzeichnete im vierten Quartal einen Anstieg um etwa 13 % und erreichte somit einen Jahreszuwachs von 47,9 %. Im Jahr 2019 erlebte der russische Markt die zweitbeste Marktentwicklung weltweit, lediglich noch übertroffen vom griechischen Aktienmarkt. Der polnische Markt konnte im letzten Quartal 2019 nur 1,6 % Zuwachs verbuchen und beendete das Jahr mit einer negativen Performance von -4,5 %, womit die Marktentwicklung deutlich hinter der Performance der restlichen Märkte zurückblieb. Die polnischen Banken, die den größten Börsensektor bilden, litten erheblich unter der Unsicherheit in Bezug auf CHF-Kredite im Bankensektor. Aus unserer Sicht findet auf dem polnischen Aktienmarkt, insbesondere im Bankensektor, eine deutliche Niedrigpreisentwicklung statt. Wir glauben, dass sich der polnische Markt in einer sehr ähnlichen Situation befindet, wie es 2010–2011 in Ungarn der Fall war, als die ungarische Regierung für fast alle börsennotierten Unternehmen hohe Steuerbelastungen einführte. Die Geschichte zeigt, dass dies ein sehr guter Einstiegspunkt für Investitionen in unterbewertete Anlagen ist. Die übrigen CEE-Aktienmärkte entwickelten sich wie folgt: Der ungarische Markt wuchs in Q4 um 14,85 % und im Gesamtjahr um 14,33 %, während der tschechische Markt eine Entwicklung von 8,7 % bzw. 14,51 % im Gesamtjahr verzeichnete.

Obwohl sich der Wert des russischen Marktes in den letzten drei Jahren verdreifacht hat, würden wir ihn nicht als teuren Markt bezeichnen. Beispielsweise ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (P/E) des russischen Marktes nach wie vor niedrig und beträgt weniger als die Hälfte des Kurs-Gewinn-Verhältnisses der S&P 500. Darüber hinaus genießt der russische Markt eine hohe Dividendenrendite von mehr als 7 %. Es scheint, dass viele Investoren ihre Risiko- und Ertragserwartungen für den russischen Markt neu bewertet haben, und wir beobachten kontinuierlichen Zulauf in diesem Aktienmarkt. Das Risiko auf dem russischen Markt ist weiterhin sehr hoch, dennoch kann ein möglicher Anstieg des Ölpreises in naher Zukunft aufgrund geopolitischer Risiken ein weiterer Wachstumsauslöser für den russischen Markt sein.

Wir begannen das letzte Quartal mit einer fast neutralen Positionierung in allen Ländern. Obwohl die Neuausrichtung in Polen von untergewichtet zu neutral und die Neuausrichtung in Russland zu neutral nicht wesentlich zur positiven Performance des letzten Quartals beitrugen, spielte die Aktienauswahl eine beträchtliche Rolle. Wir setzten auf eine Untergewichtung des russischen Stahlsektors (Magnitogorsk, Novolipetsk und Severstal) und erhöhten unsere Positionen in russischen Versorgungsunternehmen (InterRao). Die guten Geschäftsabschlüsse mit den Marken Yandex, Detsky Mir und Halyk Bank trug zu einer guten Fonds-Performance bei.

Die Anleger haben ein hohes Risiko-Rendite-Potenzial bei der Investition in mitteleuropäische Aktien über den Nestor Osteuropa-Fonds. Die Region Mitteleuropa erhält Auftrieb durch eine extrem hohe Dividendenrendite – hauptsächlich durch russische Unternehmen –, einen starken Kapitalzufluss sowie ein weit überdurchschnittliches BIP-Wachstum.